„Die Mischung macht den Unterschied“ – Selektive Wirksamkeitsstudie zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen mit dem Ben & Lee Programm

[featured_image]
Download
Download is available until [expire_date]
  • Version
  • Download 331
  • Dateigrösse 1.62 MB
  • Datei-Anzahl 1
  • Erstellungsdatum 25. Juni 2023
  • Zuletzt aktualisiert 25. Juni 2023

„Die Mischung macht den Unterschied“ – Selektive Wirksamkeitsstudie zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen mit dem Ben & Lee Programm

Autor:innen

Dennis Christian Hövel, Thomas Hennemann, Mareike Urban und Igor Osipov

DOI

https://doi.org/10.35468/5819-03

abstract

Hintergrund. Bei der Umsetzung präventiver Maßnahmen in der Schule bestehen einige Herausforderungen. Viele Grundschulen haben u.a. Probleme, die zeitlichen Resscourcen für Förderprogramme aufzubringen und die Maßnahmen mit dem Lehrplan in Einklang zu bringen. Ein Lösungsansatz für diese Herausforderung könnte die Integration Sozial-Emotionalen-Lernens (SEL) in das reguläre Curriculum sein, so wie es von Ben & Lee umgesetzt wird. Die Wirkung von SEL-Programmen fällt in der Primarstufe stark heterogen aus. Die Zielstellung der vorliegenden Studie ist daher einerseits, die Wirksamkeit von Ben & Lee (Urban, Hövel & Hennemann, 2018) zu überprüfen und andererseits, mögliche Einflussfaktoren auf die Effekte zu identifizieren.
Methodik. Ben & Lee wurde mittels quasi-experimentellem Kontrollgruppen-Design in 36 Klassen aus 3. und 4. Jahrgangsstufen umgesetzt. Das sozial-emotionale Wissen, das Verhalten und das Erleben von 405 Kindern mit auffälligem Verhalten im Lehrerurteil wurde vor, direkt nach und drei Monaten nach Beendigung der Förderung mittels standardisierter Verfahren (Test, Fremd- und Selbstbeurteilung) erhoben. Die Datenanalyse erfolgte mit Hilfe linearer Mehrebenenwachstumsmodelle.
Ergebnisse & Schlussfolgerungen. Kinder mit Schwierigkeiten im Verhalten zeigten nach dem Einsatz von Ben & Lee im Vergleich zur Kontrollgruppe ein signifikant erhöhtes sozial-emotinales Wissen (d = 0.5). Dieses führt jedoch nicht unmittelbar zu Veränderungem im Verhalten und im Erleben der Schülerinnen und Schüler. Für eine Verbesserungen in diesen Bereichen kommt es auf die Klassenzusammensetzung sowie das Feedbackverhalten der Lehrperson an. Der Beitrag diskutiert Handlungsschritte sowohl auf Ebene der Lehrpersonen als auch auf schulorganisatorischer Ebene.

keywords | Schlagworte

Prävention, Sozial-Emotionales-Lernen, Grundschule