Wie fühlst du dich bei (un)moralischen Entscheidungen? Die moralische Identität, Emotionen und Urteile von Jugendlichen ohne und mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Emotionalen und Sozialen Entwicklung sowie Lernen

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  • Erstellungsdatum 24. Mai 2024
  • Zuletzt aktualisiert 28. Mai 2024

Wie fühlst du dich bei (un)moralischen Entscheidungen? Die moralische Identität, Emotionen und Urteile von Jugendlichen ohne und mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Emotionalen und Sozialen Entwicklung sowie Lernen

Autor:innen

Jessica Wilke, Jule Eilts , Tijs Bolz, Paula Hammer und Neele Bäker

DOI

10.35468/6103-02

Abstract

Studien zur Moralentwicklung legen nahe, dass Jugendliche mit Förderbedarf (FB ESE und LE) Risiken (z. B. Impulsivität oder Unsicherheiten in sozialen Interaktionen) in ihrer moralischen Entwicklung haben könnten. Die vorliegende Studie untersucht Unterschiede in den Assoziationen zwischen moralischer Identität (der teilnehmenden Jugendlichen), moralischer Emotionszuschreibung (hypothetische Einschätzung der Emotionen von in Bildergeschichten dargestellten Personen) und Zulässigkeit (Zulässigkeit der Entscheidungen aus den Bildergeschichten) bei N = 649 Jugendlichen mit und ohne FB mittels Pfadmodell und χ2-Differenztest. Bei dem verwendeten Erhebungsinstrument wurden Bildergeschichten mit moralischen Dilemmata genutzt. Die Ergebnisse zeigen signifikante Assoziationen der moralischen Identität über moralische Emotionszuschreibungen auf die Zulässigkeit von unmoralischem Verhalten. Unterschiede zwischen den Gruppen wurden festgestellt. Es ergeben sich signifikante Unterschiede zwischen den Jugendlichen mit FB ESE und ohne FB sowie FB LE für den Effekt von moralischer Identität auf moralische Emotionszuschreibungen bei schadendem Verhalten (z.B. jemanden schubsen, um pünktlich zum Bus zu kommen oder jemanden schlagen, um das Eigentum zurückzubekommen, was von der Person entwendet wurde). Im Modell von Jugendlichen mit dem FB ESE zeigte sich der stärkste Zusammenhang. In Bezug auf die Gruppen FB LE und kein FB ergeben sich signifikante Unterschiede für die Assoziationen von moralischen Emotionszuschreibungen bei schadendem Verhalten auf moralische Zulässigkeit. Im Modell von Jugendlichen mit dem FB LE zeigte sich der stärkste Zusammenhang. Die Bedeutung der Moral in der sonderpädagogischen Forschung und Praxis wird dargestellt.

Keywords

Moralische Identität, Emotionszuschreibungen, Zulässigkeit, Förderbedarf Emotionale und soziale Entwicklung, Förderbedarf Lernen